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Aufzucht der Urforelle

Konzept und Bericht von der Befischung im Ferleitental 2006
Dr. Nikolaus Medgyesy

2005 wurden im Oberlauf der Fuscher Ache im Ferleitental aus drei Zuflüssen, nämlich dem Judenbach, dem Käferbach und dem Stieger Wiesenbach Bachforellen entnommen. Von diesen Fischen wurden Gewebeproben an das Land und Forstwirtschaftliche Versuchszentrum Laimburg weitergeleitet, um eine populationsgenetische Untersuchung durchführen zu lassen. Mittels einer mitochondrialen DNA- Analyse konnten alle Fische dem Donaustamm Da1a zugeordnet werden.

In Absprache mit Herrn Dipl. Ing. Ferdinand Lainer vom Nationalpark Hohe Tauern und Herrn Hubert Edlinger, stellvertretend für den Fischereiverein und Tourismusverband Fusch der die Fuscher Ache und ihre Nebengewässer von den Bundesforsten gepachtet hat, wird das Ziel angestrebt, die Fuscher Ache künftig mit der Nachzucht der im Oberlauf vorkommenden autochthonen, donaustämmigen Bachforelle zu besetzen. Dieses hoch gesteckte Ziel ist nur in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern, der Universität Innsbruck, dem Tourismusverband Fusch und Sponsoren möglich.

Die im Herbst 2005 durchgeführte Beprobung und Untersuchung der Fische aus den drei erwähnten Bächen lässt die Hoffnung zu, dass in weiteren Nebenbächen des Oberlaufes der Fuscher Ache ebenfalls ursprüngliche, heimische Bachforellenlinien vorkommen. Am 23.September 2006 wurden 21 Laichfische aus dem Stieger Wiesenbach entnommen, die in einem abgesperrten Teil eines Quellbachs am Ortsrand von Fusch ausgesetzt wurden, um bei Eintritt der Laichreife abgestreift zu werden.